freedom to god's people

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weihnachten

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morgen ist es wieder soweit: weihnachten, das fest der liebe… genauer gesagt wohl der liebe gottes, fleisch geworden in Jesus, der vor etwas mehr als 2000 jahren durch die judäische nacht irrte und einen platz suchte, um geboren zu werden. und eine schmutzige krippe fand…

und heute, 2000 jahre später, zieht die liebe gottes immer noch umher und sucht einen ort, in die welt kommen zu dürfen, immer wieder neu. wird sie ihn finden? wird man ihn ihr gewähren? und wenn ja, wird es eine dreckige futterkrippe sein oder darfs ein wenig mehr sein?

um uns herum eine welt, die zugrunde geht, menschen die vor die hunde gehen durch gegenseitige unterdrückung, ausbeutung und mißbrauch. eine welt, die die liebe gottes braucht, die sie braucht wie sonst nichts gutes…

gewähren wir ihr diesen platz? lassen wir zu, dass sie in uns geboren wird, aus uns herauswächst, uns dabei sprengt und dieser welt luft zum atmen gibt?

mein leben ist auch nicht mehr als eine verschissene krippe, mehr hab ich nicht anzubieten… aber die soll Jesus haben. Herr, nimm sie dir, auch gegen meine willen. was ich nicht ertragen kann, soll nicht durch meine mitwirkung weiterleben können… ich ertrage eine welt ohne Jesus nicht… was ich habe, soll Dein sein!

Hark, the herald angels sing…

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Written by Henni

23. Dezember 2008 at 18:30

Veröffentlicht in theologie

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shekina

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Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.
Jes 57,15

drei orte nennt der prophet hier, an denen gott wohnt, also gegenwärtig ist: den himmel, den tempel und die menschen, die leiden ertragen müssen. dass gott im himmel wohnt, also außerhalb der schöpfung und allem, was wir als existent kennen, sind wir gewohnt zu denken. das war auch das gottesbild antiker philosophie: ein gott der außerhalb seiner schöpfung und im strengen sinne jenseits ihrer wohnt. gott ist hier absolut unzugänglich, da die schöpfung keinen zugriff auf das außerhalb haben kann. dass gott im heiligtum, also im allerheiligsten des tempels in jerusalem, wohnt, war wiederum den juden selbstverständlich. soweit also nichts neues, kaum prophetisch zu nennen. hier handelt es sich um einen raum, der zwar innerhalb der schöpfung sich befindet, aber doch innerhalb ihrer einen sonderstatus einnimmt. denn betreten werden durfte er neu zu einem bestimmten zeitpunkt vom hohepriester unter beachtung strengster vorkehrungen. schon diese art von zugänglichkeit wäre der philosophie zu viel gewesen.

das dritte allerdings ist beiden denkschulen absolut fremd: ein gott, der mitten unter seinen geschöpfen wohnt. noch dazu unter denen, die sich durch irgendeine art von gebrechen vom mainstream der gesellschaft unterscheiden. ein gott in nächster nähe zu seiner schöpfung, noch dazu zu „fehlerhaften“ elementen davon. und doch stehen alle drei „wohnorte“ hier in völliger parallelität. an allen drei orten ist der ort, an dem gott völlig gegenwärtig ist. nur das der dritte jeder üblichen vorstellung von heiligkeit entbehrt

sicher war das ein hartes wort zu seiner zeit, dass die vorstellungskraft der zuhörer damals arg strapazierte. aber wie geht es uns damit? sind wir sind nicht auch geneigt, gott an den orten zu vermuten, die eine gewisse geistliche athmosphäre haben, an denen seinen name ausdrücklich genannt wird, die einzig ihm gewidmet sind? erwarten wir ihn wirklich im penner in der stadtmitte? der seinen namen vielleicht kennt, aber niemals benutzen würde? der ihn sich von uns auch nicht sagen lassen würde?

und doch… genau da sagt gott, dass er wohnen will. und wo er wohnt, können wir ihm begegnen. Lasst uns das ernst nehmen!

Written by Henni

27. November 2008 at 22:27

Veröffentlicht in theologie

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