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karsamstag

with one comment

kann es so etwas geben, dass ein mensch sich aus verhangenem himmel, unvermittelt, wieder mir zuwendet, den breiten graben seines rückens in den annehmenden blick des gesichtes vertauscht? dem vielen gesagtem, dem abschließend beredetem einen gänzlich neuen aspekt abgewinnt, ihm einen gänzlich neuen klang verleiht? wo tod und stille herrschte, einen augenblick oder schon eine ganze geschichte lang, wieder leben ausrufen, wieder vielklang raum gewinnen lassen? kann es so etwas geben, dass ein ende sich zum neubeginn wandelt und als ende nur noch eine erzählung bleibt, die auf etwas anderes hinstrebt?

wo jesu körper von ihnen hinweggetragen war, wo sein leib von den bindenden tüchern des endes verhüllt war, eines zwangsläufigen endes, wo das evangelium bis zu seinem abschluss erzählt war, einem abschluss, der ein abschied sein wollte… da entdecken sie beim ersten licht etwas gänzlich neues, eine neue geschichte, neue worte, neues zu erzählen, das das vergangene in seinem blick gänzlich umlenkt. das evangelium nimmt neue fahrt auf und fährt bis heute fort, zu erzählen.

und so wissen wir immer wieder aufs neue, dass der karsamstag jesu von seinem ostersonntag abgelöst werden wird und können die stunden bis dahin zählen.

in den karsamstag des lebens will der sonntag eingeladen, ja hineingezogen sein. es ist unsere geschichte und es liegt an uns, ob wir sie weitererzählen. am karsamstag unseres lebens strecken wir uns aus nach dem sonntag, der unserer sein soll.

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Written by Henni

3. April 2010 at 20:19

Veröffentlicht in seelenleben

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sweet potatoes

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heute feiern sie in den US of A Thanksgiving. bei den vielen unterschiedlichen eindrücken, die ich von nordamerikanischer kultur und esskultur habe, gehört dieser tag definitiv zu den positiven: truthahn, füllung, süßkartoffelpürree, honigglasierter schinken und zum schluß ein pumpkin pie… lechz

im gegensatz zu halloween hat sich dieser feiertag nie bis nach europa durchgekämpft. dazu ist er dann wohl doch zu eng mit der geschichte der USA verknüpft. aber warum nicht die tradition ein bisschen biegen und stauchen und diesen tag auch für uns zum anlass nehmen, uns die dinge ins gedächtnis zu rufen, für die wir dankbar sind. und sie auch auszusprechen…

vielleicht haben ja einige von uns lust, heute das ein oder andere zu bloggen, für das wir dankbar sind. wer twittert, hat auch die gute gelegenheit, spontan all die kleinen dinge zu teilen, die dankbar machen.

ich für meinen teil muss gestehen, dass dankbarkeit eine von mir lange vernachlässigte tugend war. ich war oft doch eher… sagen wir problemorientiert. gott sei dank ändert sich das gerade, wie so vieles in meinen gelernten denkmustern sich grade ändert. deshalb liegt mir dieser tag heute auch so am herzen. und ich glaube, dafür bin ich im moment am dankbarsten: dass ich dankbar sein kann. dass all die dinge, von denen ich dachte, dass sie mein leben ausschließlich und notwendig lebenswert machen, immer noch nette dinge sind, aber eben doch zurücktreten vor dem, was nur gott geben kann.

dass er den weg mit mir geht, egal wie dieser aussieht und dass er ein gutes ziel im sinn hat, auch wenn mir oft jede vorstellung fehlt, wie das aussehen könnte.

und eigentlich heißt das nichts anderes, als dass ich es aufgebe, erst dann glücklich sein zu wollen, wenn alle meine phantasien über meine zukunft erfüllt sind. sondern dass ich umher schaue und auf die dinge achte, die mir gut tun, mich weiterbringen oder freuen, ohne dass ich sie mir unbedingt vorher selbst gewünscht habe – gerade die, mit denen ich nicht gerechnet habe.

Danke!

Written by Henni

27. November 2008 at 08:42

Veröffentlicht in seelenleben

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